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Why do some people preserve their memory into old age? Healthy Aging http://t.co/F56XMfXd via @zite

Demografiereise 30 Orte des langen Lebens

Tag 1: Berlin

Familienministerium

Alter entsteht im Kopf

Auf der ersten Station ihrer Demografiereise sieht sich Margaret Heckel in Berlin den Altenbericht der Regierung im Familienministerium an. Er ist höchst spannend, denn es geht um die Altersbilder in der Gesellschaft. Sie sind noch immer negativ, kritisiert der Bericht.

Das muss geändert werden: Kein Lebensabschnitt ist so vielfältig wie die Jahre ab 50.

Dieter Hackler hat das schwierige Schlusswort am Ende einer langen Fachtagung. Doch was der Abteilungsleiter aus dem Familienministerium zu sagen hat, lässt das Plenum aufhorchen. Der Mann mit den silberweißen Haaren entwirft intelligent und leichthändig ein neues Modell für den „Spannungsbogen des Lebens“: Wenn ein heute geborenes Mädchen versicherungsmathematisch 105 Jahre und ein heute geborener Junge 101 Jahre alt werde, sei es an der Zeit, den Lebensbogen neu zu bestimmen.

Diese Kinder müssten nicht unbedingt Turboabitur machen und mit Anfang 20 bereits voll im Arbeitsprozess sein. Sie könnten sich mehr Zeit lassen. Auch die so genannte „Rushhour des Lebens“, wenn zwischen 30 und 45 alles erreicht werden muss, könne entzerrt werden. Und warum dann nicht mit 50 richtig durchstarten?

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Tag 2: Halle/Saale

Leopoldina

15 Legenden über das Alter

Kampf der Generationen, reformunfähige Gesellschaft, Nullwachstum durch Demografie: Die Debatte über die Alterung ist von Schlagworten bestimmt. Die meisten davon sind falsch, sagt eine Expertengruppe der Deutschen Akademie für Naturforscher Leopoldina. 

Das Alter beginnt mit 65 Jahren? Falsch, sagt die Akademiegruppe „Altern in Deutschland“. „Die Vorstellung, das Alter würde mit einem bestimmten Lebensjahr beginnen, ist zwar alt, aber dennoch eine soziale Konstruktion“, schreibt die Forschergruppe in ihrem Bericht. Die wenigsten Menschen hätten früher gewusst, wie alt sie waren und es wäre für ihre Lebens- und Arbeitswelt auch nicht bedeutend gewesen.
Erst mit dem modernen Staat, der industriellen Revolution und vor allem dem allgemeinen Rentensystem hätte die kalendarische Altersgrenze eine Bedeutung bekommen. Der deutsche Reichskanzler Otto von Bismarck hat sich auf 65 festgelegt – zu einer Zeit, als kaum einer der Arbeitnehmer dieses Alter überhaupt erreicht hat.

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Tag 3: Wanfried/Nordhessen

Bürgergruppe

Wo Bürger Häuser retten – und Holländer glücklich machen

Wanfried in Nordhessen kämpft unkonventionell und erfolgreich gegen den Bevölkerungsschwund. Fachwerkhäuser sind in dem hübschen Städtchen schon für 10 000 Euro zu haben. Eine engagierte Bürgergruppe hat Holländer als mögliche Neubürger entdeckt und hilft ihnen beim Umbau und den Formalitäten.

Monique van Leemput ist gerade beim Streichen. Ihr rosa T-Shirt ist weiß gesprenkelt, doch die Rotterdamerin bittet die Gäste sofort ins frisch gekaufte Fachwerkhaus. Sie muss nicht lange nachdenken, als sie gefragt wird, warum sie mit ihrer Familie ein Ferienhaus in Wanfried gekauft hat: „Ich liebe das Werratal“, sagt die Holländerin und breitet die Arme aus.

Eigentlich wollte die Familie in Thüringen ein paar Kilometer weiter ein Haus kaufen. Doch als sie bei einem Zwischenstopp im nordhessischen Wanfried ihrem Gastwirt davon erzählten, rief der sofort seinen Bürgermeister Wilhelm Gebhard an. Der telefonierte mit Jürgen Rödiger von der Bürgergruppe Wanfried. Und noch bevor Familie van Leemput ihr Essen bezahlt hatte, hatte Rödiger ihnen angeboten, ihnen ein paar schöne Fachwerkhäuser in Wanfried zu zeigen.

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Tag 4: Arnsberg

Fachgruppe Zukunft Alter

Die seniorenfreundlichste Stadt Deutschlands

Kindergartenkinder gehen in Altersheime. Demenzkranke singen im Gospelchor. Senioren arbeiten als Regieassistenten beim Kindertheater. In Arnsberg funktioniert das Miteinander der Generationen vorbildlich. Die Stiftung Lebendige Stadt hat die Kommune im Hochsauerland 2010 als seniorenfreundlichste Stadt Deutschlands ausgezeichnet.

Es war im Jahr 1995, als Arnsberg allen über-50-jährigen Bürgern eine Postkarte geschrieben hat. „Wie wollen Sie im Alter leben?“, stand darauf. Die Aktion war ein Skandal – und ein voller Erfolg. „Viele haben sich unglaublich aufgeregt, was die Stadt das denn angehen würde“, erinnert sich Marita Gerwin von der „Fachstelle Zukunft Alter“ in Arnsberg.

Doch dann ging die erhoffte Diskussion los. Sagenhafte 48 Prozent der 28 000 Angeschriebenen reagierten und schickten ihre Wünsche. In Dutzenden von Veranstaltungen und Workshops diskutierten die Arnsberger über ihre Zukunft. Ganz bewusst wurden viele an untypischen Orten wie Kindergärten abgehalten. „Da saßen die Erwachsenen dann auf den Kinderstühlchen, während wir darüber geredet haben, dass durch den Bevölkerungsschwund ganze Stadtteile verschwinden“, sagt Gerwin, „das hat eine hohe persönliche Betroffenheit ausgelöst.“

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Tag 5: Arnsberg

Bürgerdiskussion über neue Wege in der Demenzpflege

„Ich wünsch Dir eine Prinzessin im Himmel“

1,3 Millionen Menschen leiden an Demenz. In Arnsberg wurden über drei Jahre neue Wege für den Umgang mit den Betroffenen gesucht. Sechs beteiligte Bürger sprechen darüber, was sie daraus gelernt haben – und wie Menschen mit Demenz noch besser geholfen werden kann.

Es ist eine muntere Gruppe, die sich im Arnsberger „Wendepunkt“ zusammengefunden hat. Ältere und Jüngere, doch alle haben eines gemeinsam: Sie engagieren sich ehrenamtlich in innovativen Projekten mit Demenzkranken. Über drei Jahre hat die Robert-Bosch-Stiftung diese Projekte in Arnsberg begleitet. Die Ergebnisse sind nun im Handbuch für Kommunen – Arnsberger „Lern-Werkstatt“ Demenz zusammengefasst.

Marita: „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Projekten gemacht, die Demente und Kindergartenkinder zusammenbringen. In der Kita ‚Kleine Strolche‘ haben die Erzieherinnen den Kindern beispielsweise Kinderbücher vorgelesen, die über die ‚Vergesskrankheit‘ bei Oma und Opa berichten. Das wurde dann ausführlich besprochen, als Vorbereitung auf einen Besuch im Heim. Die Kinder haben die Uroma eines Kindergartenkindes besucht – und wenig später kam auch die Uroma mit ein paar anderen Demenzkranken in den Kindergarten zu Besuch. Das war für beide Seiten ein tolles Erlebnis.“

Uwe: „Kinder haben keine Vorurteile. Sie sind neugierig auf alles. Das macht es ihnen möglich, völlig unbelastet mit Demenzkranken umzugehen. Und die Patienten profitieren sehr stark von der Unbefangenheit und der Emotionalität der Kinder.“

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Tag 6: Horn-Bad Meinberg

Seniorenuni

Klüger werden beim Älter werden

Mitreden und die eigene Lebenssituation aktiv gestalten – das ist eine der Ziele der europaweit ersten Seniorenuni in Ostwestfalen-Lippe. In Kooperation mit der Universität Bielefeld können auch Nicht-Akademiker sich dort in  einem Studium Generale weiterbilden

Der Name klingt kompliziert, doch die Idee ist einfach und überzeugend. Im EZUS, dem Europäischen Zentrum für Universitäre Studien der Senioren Ostwestfalen-Lippe, können Lernwillige aller Art noch mal zur Uni gehen. „Wir bieten ein einjähriges Studium Generale in einer intensiven Seminaratmosphäre“, sagt Paul Wolters, der die Uni aufgebaut hat.

Gelernt wird in drei Trimestern à sieben Wochen, jeweils zwei Tage pro Woche treffen sich die Studierenden dann vor Ort in dem idyllischen Kurort Horn-Bad Meinberg, rund 40 Kilometer südöstlich von Bielefeld.

Auch an normalen Universitäten schreiben sich immer mehr Senioren ein. Doch während sie dort meist ein Fach belegen und dem normalen Semesterplan folgen, ist das EZUS-Studium breit angelegt. Die Kurse befassen sich mit Geschichte, Theologie, Philosophie, Psychologie, Politik, Ästhetik und auch Grundsatzfragen der nachhaltigen Entwicklung.

„Uns geht es auch darum, Handlungskompetenzen für den demografischen Wandel zu vermitteln“, sagt Wolters, der früher die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld aufgebaut hat. Die Uni Bielefeld kooperiert mit der EZUS. Wer möchte, kann zum Abschluss ein Zertifikat für wissenschaftliche Weiterbildung erwerben.

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Tag 7: Zuhause im Sessel

Buchrezension

„Je älter desto besser“

Die Hirnforschung verändert unser Bild auf das Alter. Wird es gut trainiert, arbeitet das Gehirn im Alter immer besser. Doch das geht nicht ohne harte Arbeit. Ernst Pöppel, einer der bekanntesten Hirnforscher unserer Zeit, hat darüber ein vergnüglich zu lesendes Buch geschrieben.

Der Patient ging als H.H. in die Medizingeschichte ein. Ein sympathischer älterer Herr, freundlich, korrekt gekleidet. Nach einem Schlaganfall konnte er nichts mehr sehen. Seine Augen waren gesund. Doch der Teil seines Gehirns, in dem optische Informationen verarbeiten wurden, war durch den Schlaganfall geschädigt. Sein Gesichtsfeld entsprach einem Tunnel, links und rechts war nur schwarze Leere.

Ernst Pöppel wusste als Gehirnforscher, dass selbst nach einem Schlaganfall neue Nervenzellen nachwachsen können. Dies wollte er bei H.H. mit harten Training stimulieren. Dafür musste der Patient über Monate hinweg einen bestimmten Punkt anstarren, ohne die Augen zu bewegen. Erst wenn er richtig erschöpft war, durfte er aufhören. Das war zentral bei der Übung und entspricht dem Muster, wie Muskelzellen wachsen: Erst wenn sie am Rand ihrer Leistungsfähigkeit sind, werden sie so stimuliert, dass sie wachsen.

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Tag 8: Hiddenhausen

Programm gegen Wohnungsleerstand

Altbau mit Kinderbonus

Mit einem bundesweit einzigartigen Programm ist es einer Gemeinde in Ostwestfalen-Lippe gelungen, den Bevölkerungsschwund zu stoppen und den Leerstand zu reduzieren. Wer ein altes Haus kauft, kann sich mit einem Altbaugutachten absichern – und bekommt von der Kommune einen Zuschuss von maximal 9000 Euro.

Der Schock kam mit den Karten. „Wir haben im Jahr 2004 einen Altersatlas unserer Kommune anfertigen lassen“, erinnert sich Andreas Homburg. Zuvor hatten der Leiter des Amtes für Gemeindeentwicklung der Gemeinde Hiddenhausen und sein Bürgermeister erfahren, dass ihre Kommune in den kommenden Jahrzehnten deutlich schrumpfen wird. Doch was in roter und grüner Farbe auf den Karten eingetragen war, machte diese abstrakte Botschaft sehr real: Jede Menge Rentner und nur sehr wenige Kinder.

„Das hat uns wachgerüttelt“, erinnert sich Homburg. Noch mehr Neubauflächen konnte die Gemeinde mit ihren rund 20 000 Einwohnern in sechs Ortsteilen nicht mehr ausweisen, dazu reichte der Platz nicht. Und in den Orten selbst nahm der Leerstand kontinuierlich zu.

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Tag 9: Bielefeld

Roboterforschung

Wenn der Care-O-Bot das Wasser bringt

In Japan sind sie schon weit verbreitet: Serviceroboter können Pflegekräfte entlasten und Ältere zuhause unabhängiger machen. Wie eine neue Studie zeigt, scheint sich nun auch die Einstellung der Deutschen zu den Maschinen zu ändern.

In Bielefeld nennen sie ihn Flobi. Der Roboter kann die kugelrunden Augen aufreißen, die Augenbrauen hochziehen und einen echten Schmollmund machen. „Wir haben festgestellt, dass die Kommunikation mit der Maschine für die Menschen leichter ist, wenn der Roboter menschliche Züge hat, aber doch klar als Maschine erkennbar ist“, sagt Stefan Trockel vom CITEC, dem Exzellenzcluster für Roboterforschung an der Universität Bielefeld.
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Tag 10: Bad Sassendorf

Deutschland 2034

„Ist doch schön ruhig hier“

Bad Sassendorf ist ein Paradies für Senioren. Der Kurort in Nordrhein-Westfalen tut alles, damit Ältere sich dort wohlfühlen. Und so lässt sich dort heute die Zukunft Deutschlands im Jahr 2034 besichtigen.

Rosemarie Verhoeven würde sofort nach Bad Sassendorf ziehen. „Der Kurpark ist wunderschön, alles ist in tollem Zustand und die Wege sind nicht weit“, sagt die resolute Rentnerin aus Oberhausen, „und es ist schön ruhig hier“. Seit 30 Jahren schon kommt sie in den Kurort in Ostwestfalen. Der Nieselregen heute hat sie und ihre beiden Freundinnen nicht abgeschreckt, einen langen Spaziergang im Park zu machen. Nun freuen sich die Damen auf Kaffee und Kuchen.

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Tag 11: Köln

Wohnen für Hilfe

Kochen für die Miete

Studenten wohnen mietfrei bei Senioren und helfen im Haushalt. In immer mehr Städten entstehen derartige Wohnpartnerschaften. Eine Idee, von der beide Seiten profitieren.

Die Dame am Telefon war sich unsicher: „Meine Studentin hört auf, vermitteln Sie mich weiter, obwohl ich schon 94 bin?“ Sandra beruhigen. Natürlich würden sie ihr eine neue Mietinteressentin vorbeischicken.

Wiegeler und Bermond koordinieren das „Wohnen für Hilfe“-Projekt in Köln: Studenten ziehen bzei Senioren für eine reduzierte Miete ein und gehen ihnen dafür zur Hand. Immer geht es um einfach Hausarbeiten. Die Faustregel lautet eine Stunde pro Quadratmeter Wohnfläche, doch die Details regeln beide Parteien immer selber.

1992 ist „Wohnen für Hilfe“ in Deutschland in Darmstadt gestartet. 17 Städte sind inzwischen dabei. In Köln werden die Wohnpartnerschaften von Amt für Wohnungswesen, der Universität zu Köln und der Seniorenvertretung betrieben. „Ohne diese langfristige Förderung geht es nicht, denn weder die Senioren, noch die Studenten müssen für die Vermittlung durch uns etwas bezahlen“, sagt Sandra Wiegeler.

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Tag 12: Dortmund

Demografie Netzwerk der Wirtschaft ddn

Arbeiten wird flexibler

Der Fachkräftemangel führt zu neuer Wertschätzung für ältere Arbeitnehmer. Immer mehr Firmen investieren in Gesundheitsförderung und innovative Arbeitszeitmodelle. Sie haben sich im Demografie Netzwerk ddn zusammengeschlossen.

Sieben Jahre bleiben noch, dann wird es richtig eng. „2018 werden wir den höchsten Nettoverlust an Arbeitnehmern haben, die dann in die Rente gehen“, sagt Rainer Thiehoff, geschäftsführender Vorstand des ddn.

Knapp 300 Firmen sind dem Demografie Netzwerk bereits beigetreten, die allesamt neue Lösungen für den demografischen Wandel erproben. Sie spüren schon jetzt, dass es immer schwieriger wird, ausscheidende Fachkräfte zu ersetzen. Über sechs Millionen Arbeitskräfte werden bis zum Jahr 2030 fehlen, hat das Mannheim Research Institute oft he Economics of Aging errechnet.

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Tag 13: Duisburg

 Hi-Tech-Demenz-WG

Technik schafft Freiräume für Pflegekräfte

Herde, die sich selbst abschalten. Nachttischlicht, das sich selbsttätig einschaltet. Technik kann die Betreuung alter Menschen heute deutlich verbessern – und den Pflegekräften ermöglichen, sich auf das wesentliche zu konzentrieren.

Wer in der Ehrenstraße in Duisburg kochen will, muss die Eieruhr bedienen. Sie ist ein paar Meter vom Herd entfernt. Einmal gedreht, wird der Herdstrom freigegeben. “Wer die Eieruhr drehen kann, kann auch kochen”, sagt Heike Perzewski von der Alpha gGmbH, einem Unternehmen des Sozialwerks St. Georg e.V.

Perzewski hat die fachliche Gesamtleitung über das derzeit wohl innovativste Betreuungsprojekt für Demenzkranke in Deutschland. Je sieben Menschen leben in drei Wohngemeinschaften, in denen das fortschrittlichste an High-Tech ausprobiert wird, was derzeit im Pflegemarkt zu haben ist.

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Tag 14: Wittlich

 „Für Sie da-Taste“

Frische Brötchen jeden Sonntagmorgen

Hi-Tech als Hilfe für Ältere in Privatwohnungen ist oft teuer und zu kompliziert für die Bewohner. Das muss nicht sein, wie ein Immobilienprojekt in Wittlich zeigt. Kernstück des Systems ist der gute, alte Fernseher.

Für die Bewohner des Fürstenhofs im kleinen Eifelstädtchen Wittlich beginnt der Sonntagmorgen mit frischen Brötchen. Ein Tastendruck auf der Fernbedienung des Fernsehers genügt. Denn dort ist ein Service-, Informations- und Kommunikationsmodul eingebaut, das Älteren den Alltag erleichtern soll.

So sehen sie beispielsweise, welche Apotheke Notdienst hat oder was die Restaurants der Umgebung tagesfrisch anbieten. Sie können aber auch mit dem hauseigenen Concierge Kontakt aufnehmen oder dem Deutschen Roten Kreuz, das ein Büro im Haus hat. Und eben die „Brötchentaste“ bedienen, um die Sonntagsbrötchen frei Haus geliefert zu bekommen.

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Tag 15: Bad Breisig

GND-Bürgergruppe

Neues Leben in der Schule

Einmal in der Woche trifft sich eine Gruppe Ehrenamtlicher im Kurort Bad Breisig am Rhein. Das Freiwilligen-Netzwerk hat große Pläne. Eine Tafel, Lernpaten, Alltagshelfer für Heimbewohner. Was soll zuerst umgesetzt werden?

Ein Schlosser wäre nicht schlecht. „Kennt jemand einen, den wir ansprechen könnten?“, fragt der Teamsprecher des GND-Freiwilligen-Netzwerk in Bad Breisig. Wie immer ist die Gruppe Ehrenamtlicher jeden Donnerstag in einem hübsch renovierten Raum der früheren Schule zusammengekommen. Es gibt frisch gebackenen Käsekuchen und Kaffee – und viel zu tun.

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Tag 16: Saarbrücken

Age Explorer

Einmal in die Haut der Älteren schlüpfen

Mit dem Age Explorer können Jüngere erleben, wie Ältere ihre Umwelt wahrnehmen. Das ist höchst lehrreich – und demoliert in Sekundenschnelle viele Vorurteile über das Alter.

Die Aufgabe scheint leicht genug: Geldbörse nehmen, Kleingeld rausholen, bezahlen. Ein Prozess, der sich tausendmal pro Stunde in Deutschland abspielt.

Für mich aber ist dieses Mal alles anders: Ich stecke in einem Age Explorer. Bereits 1995 haben Hanne und Gundolf Meyer-Hentschel diesen Anzug entwickelt, mit dem der Träger auf einen Schlag um Jahrzehnte altert. Gewichte erschweren die Bewegungen, Bandagen versteifen die Gelenke, besondere Handschuhe beeinträchtigen das Greifen. Ein Kopfhörer mindert mein Hörvermögen und ein gelb getöntes Visier meine Sehkraft. Statt 45 Jahre bin ich nun gefühlte 75 Jahre alt.

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Tag 17: Bensheim

Mobile Wohnberatung

Hublift statt Treppenlift

Sie kommen direkt ins Haus – und der Service ist ehrenamtlich: In Bensheim an der Bergstraße wurden Wohnberater ausgebildet, um ihre Mitbürger beim alten- und behindertengerechten Umbau der Wohnung zu beraten

Die Erstberatung dauert in der Regel eine Stunde. „Wir klären zuerst mal, ob die Wohnung langfristig weiter genutzt werden soll oder wie mögliche Alternativpläne aussehen“, erzählt Markus Foltin. Der Demografieberater der Stadt Bensheim an der Bergstraße ist Sachverständiger für Bauen und Planen und hat ein einzigartiges Beratungsprogramm für Ältere in seiner Stadt angeschoben: Die mobile Wohnberatung.

Nach akuten Notfällen, aber auch vor einer lang geplanten Sanierung können die ehrenamtlichen Berater gebucht werden, um unabhängig Auskunft über einen alten- und behindertengerechten Umbau der Wohnung zu geben. 15 Wohnberater arbeiten derzeit in der Stadt mit ihren rund 40 000 Einwohnern.

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Tag 18: Enzklösterle

Wohnprojekt „Eigene Haustür, gemeinsames Dach“

Gemeinsam statt einsam

Gemeinsam wohnen, doch jeder hat seine eigenen Haustür: Im Schwarzwald entsteht dazu gerade ein Modellprojekt mit 14 Wohnungen. Eine Hotelerbin stellt dafür ihr Haus samt umliegendem Park zur Verfügung.

Nicht wird so bleiben, wie es ist. Der moosgrüne Teppichboden aus längst vergangenen Zeiten fliegt raus, die braunen 70-er-Jahre-Balkone und auch die langen Gänge. „Vom Haus bleibt nur das Skelett, wir werden danach einen energetisch optimalen Neubaustandard haben“, sagt Regine Erhard.

Sie hat von ihrer Mutter und ihrer Tante ein Hotel in Enzklösterle im Nordschwarzwald geerbt. Weiterführen wollte sie es nicht und so hat sie sich zu einem zukunftsweisenden Projekt entschlossen: Das Hotel wird in ein Wohnprojekt umgewandelt. 14 Wohnungen in unterschiedlichen Größen werden dort entstehen sowie drei Gästeappartements und ein großzügiger Gemeinschaftsraum mit Küche und Kamin.

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Tag 19: Tübingen

Höchste Lebenserwartung Deutschlands

Wo die Menschen am ältesten werden

Mädchen und Jungen, die heute in Tübingen geboren werden, haben die höchste Lebenserwartung in Deutschland. Sie werden im Schnitt bis zu drei Jahre länger leben als Gleichaltrige in Sachsen-Anhalt.


Natürlich, es ist schön im beschaulichen Uni-Städtchen Tübingen. Der Neckar fließt träge vorbei, die Häuser in der Innenstadt sind proper renoviert, die Arbeitslosigkeit so niedrig, dass man von Vollbeschäftigung sprechen kann.

Überall gibt es Fahrradwege und die vielen Studenten aus aller Welt geben der Kleinstadt im Schwäbischen ein kosmopolitisches Flair. Und trotzdem: Was ist es, dass hier geborene Mädchen und Jungs mit der höchsten Lebenserwartung ausstattet, die Deutschland zu bieten hat?

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Tag 20: Riedlingen

Seniorengenossenschaft

Essen bringen, Medikamente holen, Gardinenstange aufhängen

Seit 20 Jahren hilft die Seniorengenossenschaft Riedlingen Älteren bei den kleinen Dingen des Alltags. Das Modell funktioniert so gut, weil die Helfer sich entweder Stunden gutschreiben lassen können – oder sofort bezahlt werden.

Wer nach Riedlingen möchte, muss ein paar Kurven ertragen können. Die Kleinstadt liegt südlich der Schwäbischen Alb, die nächste Autobahnabfahrt ist etliche Kilometer entfernt. „Wir haben viel Landwirtschaft und eher wenig Industrie“, erzählt Josef Martin, „und waren deshalb sehr früh vom Strukturwandel im Agrarbereich betroffen“.

Schon 1991 war für den damaligen Mitarbeiter der Landwirtschaftsverwaltung ersichtlich, dass viele Jüngere den Ort verlassen würden und viele Ältere ohne Familienanhang zurückbleiben würden. Und so gründete er mit einigen Mitstreitern die Seniorengenossenschaft Riedlingen, die wenn nicht älteste, dann auf jeden Fall erfolgreichste Seniorengenossenschaft Deutschlands.

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Tag 21: Prien am Chiemsee

 Madame Grand-Mère

“Ich fühlte mich 20 Jahre jünger”

Kristin Emmerinck vermittelt Leih-Omas an deutsche Familien im Ausland. Auch zwei Opas sind inzwischen dabei.

Es ist eine dieser genialen Ideen, bei denen man sich fragt, warum erst jetzt jemand darauf kommt. Ein Großteil ihres Lebens hat Kristin Emmerinck im Ausland verbracht, weil ihr Mann für die Vereinten Nationen gearbeitet hat. Auch die Kinder sind dort aufgewachsen.

„Das war nicht immer einfach mit den ständigen Umzügen und der neuen Umgebung“, erinnert sich Emmerinck. Doch glücklicherweise gab es „Tante Jutta“, eine gute Bekannte, die immer mal wieder zu Besuch kam und Emmerinck entlastete. „Für die Kinder war das wunderbar, sie las ihnen deutsche Märchen vor und kochte Königsberger Klopse.“

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Tag 22: München

Aktivsenioren Bayern

„Räsenmähen? Nein, danke!“

Wer in der Wirtschaft tätig war, findet heute viele Möglichkeiten der ehrenamtlichen Arbeit. Ein Beispiel sind die Aktivsenioren Bayern.        1984 gegründet, haben sie bereits über 18 000 Gründer und Unternehmen unentgeltlich beraten.

Für die Aktivsenioren Bayern e.V. ist Lothar Langer schon oft in die Bundeshauptstadt gereist. Zwei der von ihm beratenen Gründerfirmen waren in der Endausscheidung für in Berlin verliehene Gründerpreise.

Im September 2010 wurde der gemeinnützige Verein im Rahmen der Initiative „Deutschland Land des Lange Lebens“ ausgezeichnet. Langer nahm den Preis aus der Hand der ehemaligen Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth entgegen.

1984 von einer kleinen Gruppe Führungskräfte der deutschen Wirtschaft gegründet, sind die Aktivsenioren heute einer der traditionsreichsten Vereine, in denen erfahrene Kräfte der Wirtschaft Gründer und Unternehmer beraten. Wen es im Ruhestand eher ins Ausland zieht, wird beim Senior Experten Service SES fündig. Andere beraten unter dem Dach der Initiative „Alt hilft jung“ oder den Wirtschaftspaten.

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Tag 23 – Nürnberg

Magazin „Sechs+Sechzig“

“Selbstbewusst ist der Schlüsselbegriff”

Seit über zehn Jahren erscheint in Nürnberg das Magazin Sechs+Sechzig. Die Autoren sind zwischen 30 und 80 – und treffen gerade durch diese Mischung perfekt das Interesse ihrer Zielgruppe.

Das derzeitige Titelbild des Magazins „Sechs+Sechzig“ ziert eine Läuferin Mitte 60. Erst als Rentnerin hat sie mit dem Laufen angefangen, bis zu ihrem 70. Geburtstag will sie ihren ersten Marathon schaffen. “Ein tolles Thema”, sagt Sechs+Sechzig-Chefredakteurin Petra Nossek-Bock, “aber im gleichen Heft haben wir eben auch einen Essay “In Würde vertrotteln”.

Es ist wohl diese Themenmischung, die dem viermal jährlich erscheinenden Magazin aus Nürnberg seit zehn Jahren eine ständig wachsende Zahl von Lesern bringt. Das von einem gemeinnützigen Verein herausgegebene kostenfreie Heft liegt den beiden Nürnberger Tageszeitungen bei und kann im Internet heruntergeladen werden. Nossek-Bock formuliert das so: “Unsere Mischung ist etwas besonders, weil keine Gewinnerzielungsmechanismen dahinter sind.”

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Tag 24: Ulm

Institut für Molekulare Medizin

Warum und wie altern wir?

In Ulm untersucht ein Forscherteam aus Biomedizinern, Informatikern und Mathematikern in den nächsten fünf Jahren, was Zellen altern lässt. Sind sie erfolgreich, könnten am Ende Therapien entwickelt werden, die den Alterungsprozess aufhalten.

Wenn Karl Lenhard Rudolph´s Kinder ihren Vater fragen, was er denn so auf der Arbeit macht, ist der Direktor des Instituts für Molekulare Medizin an der Uni Ulm um eine Antwort nicht verlegen: “Ich erforsche, was Menschen altern lässt”, sagt der 42-jährige Mediziner und Biologe dann, “das können auch kleine Kinder schon ganz gut verstehen, die sehen, dass ihre Großeltern anders aussehen als sie.”

Ab September koordiniert Rudolph eines der spannendsten Projekte der medizinischen Altersforschung in Deutschland. Mit 7,4 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung baut er mit seinem Kollegen Hans Kestler vom Institut für Neuroinformatik ein auf fünf Jahre angelegtes Forschungsprojekt auf. Mediziner, Biologen, Bioinformatiker und Mathematiker nehmen die bislang bekannten Faktoren für das Altern von Zellen unter die Lupe. Sie wollen herausfinden, unter welchen Umständen diese Alterungsprozesse ausgelöst werden, wie sich die Zellen danach verhalten und ob und wie der Prozess gestoppt werden kann.

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Tag 25: Ravensburg

“Lebensräume”

Eine neue Nachbarschaft schaffen

Telefonketten statt Notrufsysteme, die Gartenfreundegruppe und eine regelmäßige Kaffeetafel: Wer in den Mehrgenerationenhäusern der “Stiftung Liebenau” wohnt, wird seltener pflegebedürftig.

Es macht Spaß, mit Harald Enderle im weitläufigen Garten der „Lebensräume“ Kaffee zu trinken. Wer auch immer vorbei kommt, grüßt den drahtigen Ravensburger.

Es ist offensichtlich, dass sich die rund 130 Bewohner der in einem Quarrée angelegten Wohnanlage in der Ravensburger Weinbergstraße gut kennen. Auf dem Kinderspielplatz schütten sich drei Kleine gegenseitig Sand in die Haare. Aus dem Gemeinschaftsraum dringt das Lachen von knapp zwei Dutzend älterer Damen und Herren.
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Tag 26: Friedrichshafen

 T-City „Selbstbestimmtes Leben“

Bis zu 1000 Euro Sparpotential pro Pflegefall

Mobile Visite, Tumorkonferenz und Videobildschirme in den Wohnungen: In Friedrichshafen erprobt die Deutsche Telekom alles, was schon jetzt an Telemedizin und Servicedienstleistungen zuhause möglich ist.

Max Zollner war über den Anruf ein wenig überrascht, hat dann aber schnell zugesagt: Über drei Jahrzehnte hat der Allgemeinarzt eine Praxis in Friedrichshafen betrieben und war bestens in der Bodensee-Stadt vernetzt. „Die Stadt hat mich gefragt, ob ich als ihr Vertreter im T-City-Projektfeld Gesundheit und Betreuung mitarbeiten will“, erzählt der langjährige Vizepräsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg.

In Friedrichshafen erprobt die Deutsche Telekom, was technisch in Sachen IT-Infrastruktur vor allem in Privathaushalten künftig möglich sein soll. Dazu wurde die gesamte Stadt mit superschnellem Internet ausgestattet, viele Bewohner haben zudem so genannte intelligente Stromzähler bekommen.

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Tag 27: Berlin

Wohnprojekt am Maybachufer

Besser alles auf einer Ebene

Viele private Wohnprojekte für Ältere gehen schief. Eine Gruppe in Berlin plante fast zehn Jahre – und verrät hier mit welcher Strategie sie ihr Konzept umsetzt.

Die Lage ist traumhaft, das Dach hätte passender kaum sein können. 700 Quadratmeter Fläche in einem spitz zulaufenden Dreieck. Die auszubauenden Wohnungen auf der Südseite hätten genug Sonne, die gegenüber einen unverbaubaren Wasserblick auf das beliebte Maybachufer im Berliner Szene-Stadtteil Kreuzkölln.

Hier planten die Lehrerin Claudia Dollinger und der Architekt und Stadtplaner Hannes Tüllman ein gemeinsames Projekt für das Wohnen im Alter.

2001 nahmen sie die ersten Kontakte mit den Eigentümern auf. Sieben Parteien – eine überschaubare Anzahl von Mitbewohnern – sollten die Dachfläche gemeinsam kaufen für ebenso viele Wohnungen und eine große Gemeinschaftsfläche.
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Tag 28: Berlin

„Sophia“ Betreuungsprogramm

Zwei Jahre länger in der eigenen Wohnung

Das Betreuungsprogramm „Sophia“ kombiniert ehrenamtliches Engagement mit moderner Technik – und hilft Älteren so, länger in der eigenen Wohnung bleiben zu können.

Es wird viel telefoniert in der Mehrower Allee in Berlin. Fünf ehrenamtliche Helfer sitzen in freundlichen und hellen Büros, oft stehen Blumen auf den Schreibtischen. Jeder hat eine Liste mit Namen und zugehörigen Fotos vor sich. Sie alle sind Paten im Programm „Soziale Personenbetreuung – Hilfen im Alltag“, kurz „Sophia“. Ihr Anruf kommt pünktlich, und wird oft schon sehnsüchtig erwartet.

Der wöchentliche, wenn nötig auch tägliche Telefonanruf ist der Kern des Betreuungsprogramms, das wie ein Baukasten um weitere Sicherheitselemente wie eine Uhr mit Notrufknopf erweitert werden kann. „Sophia“ kombiniert so technische Hilfssysteme mit persönlicher Betreuung und teils ehrenamtlicher, teils bezahlter Hilfe.

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Tag 29: Rostock

Max-Planck-Institut für demografische Forschung

Wenn Kinder 100 Jahre alt werden

James Vaupel ist einer der weltweit bekanntesten Altersforscher. Er plädiert für eine neue Aufteilung des Lebens. Statt 30 Jahre lang 40 Stunden pro Woche zu arbeiten, könnten wir doch auch 40 Jahre lang eine 30-Stunden-Woche haben.

Die Uhr im Büro von James Vaupel geht rückwärts und die erste Viertelstunde ist farbig markiert. Sie beschreibt die Erkenntnis, für die der Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock weltberühmt wurde: Es gibt keine genetisch festgelegte Obergrenze für die Lebenserwartung. Wir gewinnen pro Lebensjahr drei zusätzliche Monate Lebenserwartung.

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Tag 30: Berlin

Chancen eines langen Lebens

Freuen wir uns drauf!

Alterung ist Schicksal, sagen die Schwarzseher. Das ist Unsinn: Wenn wir die Weichen jetzt richtig stellen, können wir Deutschland zum generationengerechten Modell für die Welt machen.

Ein Szenario für das Jahr 2030.

Begonnen haben die guten Zeiten eigentlich schon vor zwanzig Jahren. Damals haben der Werksarzt und der Betriebsleiter eines großen Autowerkes sich mit ihren Bandarbeitern zusammengesetzt und nachgedacht. Was muss am Fließband verändert werden, damit wir alle dort leichter arbeiten können?

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